Endodontie

Endodontie

Unter Endodontie oder Endodontologie versteht man einen Teilbereich der Zahnheilkunde, der sich schwerpunktmäßig mit Erkrankungen des Zahnnervs beschäftigt. Die Ursachen einer solchen „Pulpitis" sind vielfältig. Meist beginnt sie mit einem kariösen Defekt, der als Eintrittspforte für Krankheitserreger dient und nicht unbedingt Schmerzen verursacht. Aber auch feine Haarrisse oder ein Trauma (z.B. Sportunfall) kommen als Ursache in Frage. Eine akute Pulpitis kann äußerst schmerzhaft sein. In vielen Fällen verläuft diese Entzündung der Pulpa auch fast schmerzfrei, das Zahnmark stirbt dann ab, und die Keime breiten sich im System der Wurzelkanäle aus.

 

Wurzelbehandlungen erfordern sehr viel Zeit, Erfahrung, Sorgfalt und Fachkenntnis. Konventionelle Wurzelbehandlungen führen jedoch sehr oft zu unbefriedigenden Ergebnissen. Statistiken in Deutschland belegen eine Erfolgsrate von nur 40% bis 50%. Durch den Einsatz von modernsten Techniken bei Wurzelbehandlungen lassen sich Erfolgsquoten von 90% erzielen, d.h. neun von zehn Zähnen könnten also dauerhaft erhalten werden! Auch bei der Wiederholung einer bereits erfolglosen Wurzelbehandlung sind es immerhin noch 70%.

Zur Steigerung der Erfolgschancen haben sich insbesondere bewährt:

  • Behandlung mit Lupe und Kopfmikroskop für eine bessere Sicht
  • Instrumente aus einer Nickel-Titan-Legierung, da dieses Material flexibler ist als die herkömmlichen
  • Elektrometrie: Ein Gerät zur elektronischen Bestimmung der Wurzellänge, damit die Wurzelfüllung exakt an der richtigen Stelle endet

Nach der Reinigung und Ausformung der Wurzelkanäle werden die Hohlräume gefüllt. Aufgrund seiner besonders guten Materialeigenschaften verwenden wir hierbei als Füllmaterial „Guttapercha". Abschließend sollte der Zahn mit einem Inlay oder einer Krone versorgt werden.